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Lebensmittelüberwachung 2012: Rückblick des BVL

Alle Jahre wieder präsentiert das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit die Ergebnisse der amtlichen Überwachung – Mitte November war es in Berlin wieder soweit. Die gute Nachricht: Die Lebensmittelsicherheit steht nach den erhobenen Daten kaum infrage. So mussten in Hessen im Jahr 2012 weniger als 0,3 % der kontrollierten Lebensmittel wegen einer potenziellen Gesundheitsschädlichkeit beanstandet werden.

Die amtliche Lebensmittelüberwachung hat im Jahr 2012 insgesamt 881.406 Kontrollbesuche in 529.969 Betrieben durchgeführt. Damit wurde fast die Hälfte aller Betriebe (43,4 %) in Deutschland kontrolliert, die Lebensmittel herstellen, bearbeiten oder verkaufen. Besonders hoch war die Kontrolldichte in der Gastronomie – hier wurde mehr als jeder zweite Betrieb kontrolliert.

Pflanzenschutzmittelrückstände

Rückstände von Pflanzenschutzmitteln wurden in unterschiedlichem Ausmaß in allen darauf untersuchten Lebensmitteln pflanzlicher Herkunft festgestellt. Bei Zuckermais waren 93 % der Proben ohne quantifizierte Rückstände. Bei Auberginen, Olivenöl und Orangensaft war das in mehr als 60 % der Proben der Fall. In 4,2 % der Proben von Erzeugnissen aus einheimischer Produktion wurden Rückstände von Wirkstoffen festgestellt, deren Anwendung für die entsprechende Kultur in Deutschland im Jahr 2012 nicht zugelassen war; am häufigsten bei Grünkohl und Petersilienblättern.

Die höchsten Probenanteile mit Rückständen über den zulässigen Höchstgehalten waren bei Brennnesseltee (5,4 %), Grünkohl (7,5 %), Kamillenblütentee (14,9 %), Petersilienblättern (9,2 %) und Rucola (10,4 %) zu verzeichnen. Bei den übrigen Erzeugnissen lag dieser Anteil im Bereich zwischen 0,6 und 2,5 %.

Der Anteil mit Höchstgehaltsüberschreitungen war im Jahr 2012 bei den 24 untersuchten Erzeugnissen pflanzlichen Ursprungs aus Deutschland (2,9 %) im Gegensatz zu den beiden Vorjahren etwa um das Dreifache höher, verursacht vor allem durch die relativ zahlreichen Höchstgehaltsüberschreitungen bei Grünkohl, Kamillenblütentee, Petersilienblättern, Radieschen und Rucola aus inländischer Produktion. Insgesamt betrachtet, wiesen die Erzeugnisse pflanzlichen Ursprungs aus deutscher Herkunft den höchsten Anteil an Proben ohne quantifizierbare Rückstände auf.

Mykotoxine

Die erstmalig im Rahmen des Monitorings untersuchten Dinkel- und Weizenkörner sowie Kichererbsen waren nicht mit Aflatoxinen B1, B2, G1 und G2 belastet. Bei Maismehl, getrockneten Datteln und bei den untersuchten Pinienkernen war lediglich eine geringe Belastung mit Aflatoxinen festzustellen. Im Vergleich zu den Monitoringuntersuchungen vorangegangener Jahre ist die Belastung von Paprikapulver im Mittel auf gleichbleibend niedrigem Niveau.

Ein hoher Anteil der im Jahr 2012 untersuchten 57 Proben Maismehl wies quantifizierbare Gehalte an Fumonisin B1 und B2 auf, die im Mittel allerdings auf niedrigem Niveau lagen. Der Mittelwert in den Gehalten lag zwischen den Ergebnissen früherer Untersuchungsjahre, sodass keine eindeutige Tendenz in der Entwicklung der Gehalte abgeleitet werden kann.

Die untersuchten Dinkelkörner, Maismehle, getrockneten Datteln sowie Pinienkerne waren nur gering mit Ochratoxin A belastet und die Kontamination von Weizenkörnern, Rotwein und geröstetem, gemahlenem Kaffee bewegt sich auf dem gleichbleibend niedrigen Niveau der Vorjahre.

Schutz vor Täuschung

Bei Würsten wird gelegentlich die Verarbeitung von Geflügelfleisch, insbesondere von Huhn oder Pute, festgestellt, obwohl entsprechend der allgemeinen Verkehrsauffassung und Verbrauchererwartung, wie sie u. a. in den Leitsätzen für Fleisch und Fleischerzeugnisse beschrieben ist, nur die Verarbeitung von Rind- und Schweinefleisch üblich und somit zulässig ist. Die Verarbeitung von Geflügelfleisch ist ausschließlich bei entsprechender Kennzeichnung gestattet.

Im Rahmen dieses Programms sollten Brühwürste ohne Kennzeichnung der Verarbeitung von Geflügelfleisch auf das Vorhandensein von Geflügelbestandteilen untersucht werden. Hieran beteiligten sich 13 Bundesländer mit insgesamt 858 Proben. Der qualitative Tierartennachweis wurde überwiegend mittels ELISA durchgeführt, in vielen Fällen auch mittels PCR.

Grundsätzlich wurde bei positiven Geflügelnachweisen häufiger Pute als Huhn festgestellt. Andere Geflügelarten als Huhn oder Pute wurden nicht nachgewiesen. In Brühwürsten ohne Kennzeichnung der Verarbeitung von Geflügelfleisch wurde in 87 Proben (10,1 %) Huhn und/oder Pute nachgewiesen.

Durchbruch in der Allergen-Analytik: neue ifp-ELISA-Linie

Das ifp Institut für Produktqualität bietet Anwendern in Industrie- und Prüflaboren mit seiner neu entwickelten ELISA-Produktlinie für die Analytik von Lebensmittelallergenen einen unübertroffen einfachen und schnellen Workflow von der Probenextraktion bis zum Analysenergebnis. Erstmals ist es nicht mehr erforderlich, zur Aufarbeitung der Proben einen Extraktionspuffer anzusetzen und die Proben im Wasserbad zu extrahieren. Stattdessen werden lediglich zwei simple Arbeitsschritte durchgeführt:

  • Zugabe von zwei Extraktionskapseln zur homogenisierten Probe
  • Extraktion mit heißem Wasser (15 Sekunden)

Die Kapseln enthalten standardisierte Mengen der für einen effizienten Probenaufschluss benötigten Aufschlussstoffe und lösen sich ebenso wie die Probe in heißem Wasser sekundenschnell auf.  Zusammen mit der nur 30-minütigen Inkubationszeit des nachfolgenden ELISA-Assays handelt es sich damit um das schnellste am Markt erhältliche Allergen-ELISA-Protokoll.

Die beim Launch bereits erhältlichen Parameter sind Ei, Casein, Erdnuss, Haselnuss, Macadamia und Mandel. Bis auf Ei können dabei alle Analysen aus ein und demselben Probenextrakt durchgeführt werden, da die verwendeten Extraktionskapseln keine parameterspezifischen Komponenten enthalten. Anders als bei einigen am Markt erhältlichen ELISA-Produkten, die z. T. Milchpulver als Extraktionsadditiv verwenden, ist der Einsatz der Kapseln komplett staub- und allergenfrei, wodurch falsch-positive Ergebnisse vermieden werden.

Intensive Validierungsstudien haben bei allen Kits eine hohe Spezifität und sehr geringe Nachweisgrenzen in verschiedenen Matrices gezeigt. Darüber hinaus gewährleisten die ELISAs eine hohe Ergebniskonformität bei Untersuchung unterschiedlicher Probenverdünnungen.

Die Kits sind ab sofort weltweit exklusiv unter dem Markennamen AgraQuant® F.A.S.T. über den Vertriebspartner Romer Labs erhältlich, der bereits seit 2010 die ebenfalls vom ifp entwickelten AgraStrip® Allergenschnelltests im LFD-Format erfolgreich im Markt etabliert hat. Innerhalb Deutschlands erfolgt der Vertrieb über Coring System Diagnostix.

Keimidentifizierung mittels MALDI-TOF-MS

Das ifp hat im Bereich der Mikrobiologie die MALDI-TOF-Massenspektrometrie (Matrix Assisted Laser Desorption Ionization - Time of Flight) als Methode zur Keimidentifizierung etabliert. Langwierige und oft schwierige Identifizierungen gehören der Vergangenheit an.

Die Identifizierung mittels MALDI-TOF-Massenspektrometrie basiert darauf, einen einzigartigen molekularen Fingerabdruck für den jeweiligen Zielorganismus zu erhalten. Hierfür werden spezifisch die in großen Mengen vorkommenden ribosomalen Proteine, die in allen Mikroorganismen zu finden sind, gemessen. Die charakteristischen Spektren dieser Proteine werden verwendet, um einen bestimmten Mikroorganismus zu identifizieren, indem das jeweilige Muster mit mehreren Datenbanken abgeglichen wird.

Dazu wird der zu identifizierende Keim von einer Reinkultur auf Platte ausgehend entweder direkt oder nach einer kurzen Proteinextraktion auf einen Probenträger aufgebracht, mit einer organischen Matrix überschichtet und im MALDI-TOF vermessen. Das Messprinzip beruht darauf, dass das Analyt-Matrix-Gemisch mit einem Laser beschossen und damit ionisiert wird. Die Ionen werden beschleunigt und ihre spezifischen Massen im Time-of-Flight- bzw. Flugzeit-Detektor detektiert. Daraus resultiert das spezifische Massenspektrum, mit dem der zu bestimmende Mikroorganismus identifiziert wird. Die Messung dauert nur wenige Minuten.

Die Vorteile der Identifizierung mittels MALDI-TOF:

  • Schnelligkeit und Präzision
  • wenig Probenmaterial benötigt
  • anwendbar für Bakterien, Hefen und Schimmelpilze
  • ständige Erweiterung der Datenbank
  • abrufbereites Speichern aller Spektren und Auswertungen
  • Aufbau kundenspezifischer Datenbanken
  • Sicherung der Rückverfolgbarkeit bei Kontaminationen
  • Identifizierung von „Hauskeimen“

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